Bedeutung unseres Bildungsstandortes

Das Schulzentrum umfasst mit seinen Angeboten die Bandbreite von der schulischen Ergänzung der beruflichen Ausbildung über die Hinführung zur Berufsbildungsreife bis hin zur Allgemeinen Hochschulreife. Die Bildungsgänge werden in den Abteilungen Duale Ausbildung und Berufliche Vollzeitschulen organisiert und pädagogisch gestaltet. Die Berufsausbildung in der Abteilung Berufsschule findet im dualen System mit der betrieblichen Ausbildung statt, die Bildungsgänge in der Abteilung Berufliche Vollzeitschule sind beruflich orientiert, dabei aber vollständig im Schulzentrum angesiedelt.
Unsere Schwerpunkte sind das Baugewerbe, Architektur und Gestaltungstechnik.

Im Zuge des demografischen Wandels und dem damit einhergehenden Fachkräftebedarf kommt unserem Schulzentrum eine entscheidende und an Bedeutung zunehmende Rolle zu. Mit seiner großen Durchlässigkeit innerhalb der Bildungsgänge erhöht sich für Schüler, die häufig keine geradlinige Schulkarriere durchlaufen, die Chance, einen qualifizierten Abschluss zu erwerben, deutlich.

Sie wollen einen studienqualifizierenden Schulabschluss erwerben?

Dies bieten Ihnen die Vollzeitschulischen Bildungsgänge an: Am Beruflichen Gymnasium erwerben Sie die Allgemeine Hochschulreife, in der Fachoberschule die Fachhochschulreife. In der Fachoberschule Klasse 13 können Sie mit einer besonders guten Fachhochschulreife auch die Hochschulreife für ein Studium an Universitäten erlangen.
Auch mit absolvierter Ausbildung besteht die Möglichkeit, innerhalb eines Jahres die Fachhochschulreife zu erlangen.
Natürlich bietet Ihnen der Besuch dieser Bildungsgänge ein sicheres Fundament für die Orientierung in unseren beruflichen Schwerpunkten und auch für ein daran anschließendes Studium in den Bereichen Bauwesen, Architektur und Gestaltung.

Sie beginnen eine Ausbildung in einem Ausbildungsbetrieb?

„’ne halbe Daumenbreite, das ist bei mir eigentlich noch fluchtgerecht, waage- und lotrecht“ sagte Lukas, Maurerazubi, zu Laura, angehende Tischlerin, die ihn ungläubig anstarrt und an ihre vorgegebenen Maßabweichungen, die im Millimeterbereich liegen, denkt.

Empört überlegt Malte, Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik, was er, der in Maßtoleranzen von wenigen Mikrometern arbeiten muss, von solch einer Behauptung halten soll.

Die drei haben in der 5-wöchigen Blockbeschulung den Wahlpflichtkurs Mathematik gemeinsam belegt, in dem noch einige Grundlagen, aber auch weiterführende Kenntnisse, wie das Thema Maßtoleranzen, allen Berufsschülern vermittelt werden.

Aber natürlich wird nicht nur im Wahlpflichtbereich unterrichtet.

Alle Auszubildende in den 45 Ausbildungsberufen der vier Berufsbereiche Agrarwirtschaft, Bautechnik, Farbtechnik und Holztechnik erhalten ihren spezifischen Fachunterricht in Lernfeldern nach bundesweitem Standard und werden in Teilzeit- und/oder Blockbeschulung zielgerichtet auf die Abschlussprüfungen (Gesellen-, Facharbeiter- und Gehilfenprüfung) der Kammern vorbereitet.

Sie wollen sich auf eine Ausbildung vorbereiten?

  • In einer Berufsfeldorientierungsklasse können Sie die Berufsbildungsreife erlangen oder in der einjährigen Berufsfachschule, mit den Schwerpunkten Bautechnik, Farb- und Raumgestaltung oder Holztechnik, den nächst höheren Abschluss, wie die erweiterte Berufsbildungsreife oder sogar den mittleren Schulabschluss anstreben.
  • Auch besteht die Möglichkeit, nach der 8. Klasse in die Werkschule zu wechseln, um in drei Jahren in projektorientiertem Unterricht mit praktischen Anteilen die Berufsbildungsreife zu erlangen und sich gezielt auf eine Ausbildung vorzubereiten.

Sie wollen eine vollschulische Berufsausbildung durchlaufen?

In der zweijährigen Berufsfachschule können Sie den anerkannten Berufsabschluss „Gestaltungstechnischer Assistent“ erwerben. Danach sind Sie überall dort einsetzbar, wo es um qualifiziere Mitarbeit in den Bereichen Grafik, Werbung und Ausstellung geht.
Während der Ausbildung besteht in unserer Schülerfirma „kursivDESIGN“ die Möglichkeit, Geschäftsabläufe, Kundenkontakte und -pflege zu erlernen. „kursivDESIGN“ hat ihre Schwerpunkte in den Bereichen Gestaltung, Multimedia und Ausstellungen sowie in der Konzeption und Realisierung von Printmedien. 

Sie wollen eine Studienberechtigung erwerben?

  • Falls Sie die Fachhochschulreife anstreben, können Sie dies in den Fachrichtungen Technik mit Schwerpunkt Architektur/Bau oder Gestaltung mit Schwerpunkt Produktdesign oder Kommunikationsdesign in der einjährigen oder zweijährigen Fachoberschule erwerben, wenn Sie entsprechende Voraussetzungen erfüllen.
    Die allgemeine Fachhochschulreife berechtigt Sie zu einem Studium an allen Fachhochschulen.
  • Sie haben bereits Ihre Fachhochschulreife erworben, möchten nun das Spektrum Ihrer Möglichkeiten erweitern und streben die Fachgebundene Hochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife an?
    Sofern Sie eine berufliche Qualifikation und eine einjährige Fachoberschule mit gestalterischem Schwerpunkt abgeschlossen haben, können Sie in der einjährigen Berufsoberschule die fachgebundene oder die allgemeine Hochschulreife erwerben.
    Wenn Sie die zweijährige Fachoberschule mit guten Leistungen beendet haben, können Sie gleich die Fachoberschule, Klasse 13, besuchen.
  • Sie wollen als gymnasialer Schüler eine berufliche Orientierung, weil Sie sich z. B. für Städtebau oder Umwelttechnik interessieren? Sie wollen sich aber trotzdem noch alle fachlichen Möglichkeiten offen halten und sich noch nicht auf eine berufliche Fachrichtung oder einen Studienschwerpunkt festlegen?
    Wir bieten Ihnen hierzu im Beruflichen Gymnasium drei Möglichkeiten:    

    • Im Profil Architektur/Bautechnik setzen Sie sich mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Raum auseinander, skizzieren Baukörper, lernen Baumaterialien kennen, technische Zeichnungen zu interpretieren und anzufertigen.
    • Im Profil Gestaltungs- und Medientechnik werden umfassende Grundlagen in unterschiedlichen gestalterischen Gebieten vermittelt, die auf die Berufsbereiche Design, Gestaltung und Kommunikation vorbereiten.

…. und was ist eine Projektwoche an unserer Schule?

Jedes Schuljahr erhält jeder Schüler die Gelegenheit, für eine Woche aus der alltäglichen Schulroutine auszubrechen, um aus einem breiten Spektrum angebotener oder gar selbst initiierter Projekte auszuwählen und sich entsprechend fortzubilden.

Das kann heißen: Die Kenntnisse – über den eigenen Tellerrand hinausgehend – zu erweitern, neue Seiten und Fähigkeiten an sich und den Mitschülern zu entdecken, experimentell zu lernen, sich in besonderer politischer, sozialer oder kultureller Weise zu engagieren, um die eigenen Stärken und den eigenen Wert wieder einmal ganz neu zu erfahren!

* Die Bezeichnung „Schüler“ bezieht sich im Text immer auf beide Geschlechter