Ansprechpartner

Frau Apholz
Herr Sprehe

Tel.  0421 361 165 83

Ausbildungsdauer und -ort

Bodenleger/in ist ein anerkannter 3-jähriger Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk. Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

 

Entwicklung des Berufs

Erst im Jahr 1965 wurde der Beruf des Bodenlegers als handwerksähnliches Gewerbe in die Anlage B der Handwerksordnung aufgenommen. 1982 gelang es eine Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss „Geprüfter Bodenleger“ durchzusetzen.

Lange Jahre scheiterten viele Bemühungen das Bodenlegergewerbe als Vollhandwerk zu etablieren, bis 2002 im Zuge einer Neuordnung der Berufsausbildung im Parkettlegerhandwerk, welches traditionell mit dem Bodenlegergewerbe eng zusammenarbeitet, den Bodenleger als Ausbildungsberuf geschaffen werden konnte.

Seit 2002 ist es demnach möglich, in Bodenlegerbetrieben oder im Bodenbelagshandel eine Ausbildung als Bodenleger zu machen, wenn der ausbildende Betrieb fachlich dazu geeignet ist, die Inhalte des Ausbildungsrahmenplans zu vermitteln.

Über die fachliche Eignung entscheidet die zuständige Stelle, also die Handwerkskammer oder Industrie- und Handelskammer, je nachdem, wo der Ausbildungsbetrieb Mitglied ist.

Zum anderen muss im Betrieb ein Ausbilder vorhanden sein, der seine Qualifizierung zur Ausbildung mit einer Ausbildereignungsprüfung nachweisen kann.

Arbeitsgebiet

Bodenleger/innen arbeiten in erster Linie in Betrieben, die Fußböden oder Mehrschicht-Parkett verlegen sowie in Firmen des Raumausstatterhandwerks.

Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung

  • im Messebau
  • in Fachgeschäften für Bodenbeläge
  • in Raumausstattungsabteilungen von Warenhäusern

Bodenleger/innen verlegen u. a. textile und elastische Bodenbeläge, Fertigparkett sowie Schichtwerkstoffe. Auch setzen sie ältere Bodenbeläge instand.

Berufliche Fähigkeiten

Bodenleger/innen

  • beachten Kundenwünsche hinsichtlich ästhetischer, ökologischer und ökonomischer Kriterien bei Planung und Einbau von Fußböden
  • berücksichtigen bei der Planung und Durchführung ihrer Arbeiten die Bedeutung des Fußbodens für die Gesundheit und für die Behaglichkeit
  • achten auf Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz und beseitigen Abfälle entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen
  • sie prüfen Baustellenestriche und bereiten diese für eine Verlegung vor
  • sie verlegen bzw. Kunststoffbeläge und Linoleum
  • sie verlegen Korkbeläge, Fertigparkett oder Laminat
  • sie verkleben oder verspannen textile Beläge
  • sie verlegen Fertigteilestriche und Sonderkonstruktionen, wie z. B. Doppelböden oder Sportböden
  • sie gestalten Fußböden und setzen diese instand